Human in the Loop (HITL) bezeichnet KI-Systeme, bei denen ein Mensch fest in den Entscheidungsprozess eingebunden ist. Die KI macht Vorschläge, doch ein Mensch prüft, korrigiert oder bestätigt jedes relevante Ergebnis, bevor es wirksam wird.
Das Prinzip stammt aus dem maschinellen Lernen und der Automatisierung. Statt Entscheidungen vollständig an ein Modell zu übergeben, bleibt der Mensch ein aktiver Bestandteil der Schleife: Er liefert Feedback, kennzeichnet Fehler und stellt sicher, dass Ergebnisse zu Zielen, Regeln und Werten passen. So verbessert sich das System, während Qualität und Verantwortung beim Menschen bleiben.
Davon abzugrenzen sind zwei verwandte Modelle. Bei Human on the Loop überwacht der Mensch die laufende KI und greift nur bei Auffälligkeiten ein. Bei Human out of the Loop arbeitet das System vollautonom, ein Mensch ist nicht mehr direkt beteiligt. Die englischen Begriffe werden auch im Deutschen genutzt; sinngemäß heißt es Mensch in der Schleife, Mensch über der Schleife und Mensch außerhalb der Schleife.
Gerade bei sensiblen Anwendungen, etwa bei Bewertungen, Inhalten mit Außenwirkung oder rechtlich relevanten Entscheidungen, ist HITL oft die sichere Wahl. Der Mensch im Loop fängt Fehler ab, die ein Modell allein nicht erkennt.